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Bermudella mica Winzige Bermudella

Bermudella mica wird umgangssprachlich oft als Winzige Bermudella bezeichnet. Haltung im Aquarium: Für Aquarienhaltung nicht geeignet. Giftigkeit: Vergiftungsgefahr unbekannt.


Profilbild Urheber Dennis Rabeling, Lanzarote, Kanarischen Inseln

Bermudella mica,Las Palmas, ES-CN, ES 2023


Mit freundlicher Genehmigung des Urhebers Dennis Rabeling, Lanzarote, Kanarischen Inseln . Please visit www.inaturalist.org for more information.

Eingestellt von Muelly.

Bilddetail


Steckbrief

lexID:
16709 
AphiaID:
1723373 
Wissenschaftlich:
Bermudella mica 
Umgangssprachlich:
Winzige Bermudella 
Englisch:
Minute Nudibranch 
Kategorie:
Nacktschnecken 
Stammbaum:
Animalia (Reich) > Mollusca (Stamm) > Gastropoda (Klasse) > Nudibranchia (Ordnung) > Goniodorididae (Familie) > Bermudella (Gattung) > mica (Art) 
Erstbestimmung:
(Ortea & Moro, ), 2014 
Vorkommen:
Endemische Art, Kanarische Inseln, Nord-Atlantik 
Meereszone:
Supratidal (Supralitoral), Spritzwasserzone oberhalb der Hochwasserlinie außerhalb des Gezeitenbereiches, die nur bei Sturmflutereignissen kurzzeitig vom Wasser bedeckt wird 
Meerestiefe:
2 - 4 Meter 
Habitate:
Meerwasser 
Größe:
0,2 cm - 0,3 cm 
Temperatur:
°C - 24°C 
Futter:
Karnivor (fleischfressend), Moostierchen (Bryozoen) 
Schwierigkeitsgrad:
Für Aquarienhaltung nicht geeignet 
Nachzucht:
Keine 
Giftigkeit:
Vergiftungsgefahr unbekannt 
CITES:
Nicht ausgewertet 
Rote Liste:
NE nicht beurteilt 
Weiter verwandte Arten im Lexikon:
 
Author:
Publisher:
Meerwasser-Lexikon.de
Erstellt:
Zuletzt bearbeitet:
2024-08-27 14:11:41 

Haltungsinformationen

Bermudella mica (Ortea & Moro, 2014)

Die Goniodorididae H. Adams & A. Adams, 1854 sind eine Familie kleiner Nacktschnecken innerhalb der Heterobranchia. Sie sind weltweit verbreitet und stellen mit ihrer großen Artenvielfalt die artenreichste Familie innerhalb der Überfamilie Onchidoridoidea dar. In jüngster Zeit konzentrierten sich mehrere integrative taxonomische Arbeiten auf die Gattungen der Goniodorididae und wandten dabei verschiedene morphologische und molekulare Analysemethoden an. Infolgedessen wurden Dutzende von Arten dieser Familie beschrieben.

Die Ergebnisse der bisher umfassendsten phylogenetischen Analysen zeigen jedoch, dass die Artenvielfalt weiterhin stark unterschätzt wird. In einem Paper aus dem Jahr 2024 wurden neun Arten der Goniodorididae aus dem Indopazifik und Atlantik untersucht, die zuvor bereits molekularbiologisch beschrieben worden waren. Morphologische und anatomische Analysen wurden durchgeführt, um diese Arten zu beschreiben bzw. neu zu beschreiben. Die innere Anatomie der Exemplare wurde durch Präparationen untersucht.

Im Ergebnis wuden sieben neue Arten aus Australien, den Philippinen, Singapur und Hawaii beschrieben: Trapania franae, Bermudella lahainensis, Ceratodoris trypomandyas, Murphydoris polkadotsa, Naisdoris aurornata, Naisdoris labalsaensis und Naisdoris vitiligata. Die Arten Bermudella mica (Ortea & Moro, 2014) und Ceratodoris plebeia (Bergh, 1902) wurden neu beschrieben.

Typuslokalität zur Beschreibung von Bermudella mica sind die Kanaren. Die für die Beschreibung verwendeten Exemplare wurden an einer Unterwasserleitung in einer Tiefe von etwa 2 Metern und bei den Bryozoen an einer Unterwasserwand in einer Tiefe von etwa 4 Metern gesammelt.

Der Artname "mica" vom lateinischen mica-ae, "Krümel, Partikel", in Anspielung auf die geringe Größe der Art. Bisher ist die kleine Nacktschnecke nur von den Kanaren bekannt und scheint endemisch zu sein.

Ursprünglich als Okenia mica beschrieben wurde die kleine Nacktschnecke, wie zahlreiche weitere Okenia Arten, in die neue Gattung Bermudella verschoben.

Adulte Tiere werden nicht länger als 3 mm. Der Körper ist schlank, etwa 6-mal so lang wie breit, mit einem schmalen transparenten Kamm, der das Notum umgibt, in dem sich fünf durchscheinende weiße Papillen mit undurchsichtigen weißen Flecken befinden.

Die kleinste Papille mit gelb gefleckter Basis befindet sich vor jeder Rhinophore, drei längere Papillen zwischen den Rhinophoren und der Kieme, und die fünfte, längste Papille, befindet sich hinter der Kieme.

Die dorsale Färbung des Körpers ist weißlich mit mehr oder weniger diffusen rötlichen Flecken, die einen großen Fleck hinter den Rhinophoren bilden. Die Seiten des Körpers haben rote und weiße Flecken, die zum Schwanz hin häufiger sind.

Rhinophoren sind im Verhältnis zur Größe des Tieres recht groß, mit 4-5 Lamellen auf der oberen Hälfte, rot gefleckt und alle ähnlich groß. Die untere Hälfte der Rhinophoren ist glatt mit rötlichen Flecken.

Der Kopf hat zwei zylindrische Mundtentakeln mit weißen Enden. Die Kieme ist klein und besteht aus drei Kiemenblättern in der gleichen Farbe wie der Körper; das mittlere Blatt ist doppelt gefiedert und die seitlichen sind einfach gefiedert. Der Mantel hat eine Struktur aus Spiculae.

Der Laich ist eine auf sich selbst gefaltete Schnur mit einem Durchmesser von 0,5 mm mit weißen Eiern mit einem Durchmesser von etwa 80 μm. Die Eier bilden Querreihen von 5-6 Eiern, die in 2-3 Schichten innerhalb der Schnur angeordnet sind.

Mitglieder der Gattung ernähren sich von Moostierchen.

Synonym:
Okenia mica Ortea & Moro, 2014 · unaccepted

Weiterführende Links

  1. OPK (en). Abgerufen am 27.08.2024.
  2. researchgate (es). Abgerufen am 27.08.2024.
  3. treatment.platzi (en). Abgerufen am 27.08.2024.

Bilder

Laich


Allgemein


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