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Caesio cuning Hochrücken-Füsilier

Caesio cuning wird umgangssprachlich oft als Hochrücken-Füsilier bezeichnet. Haltung im Aquarium: Nur für erfahrene Halter geeignet. Es wird ein Aquarium von mindestens 3000 Liter empfohlen. Giftigkeit: Vergiftungsgefahr unbekannt.


Profilbild Urheber Piero Malaer, Schweiz

Copyright Piero Malaer, Foto, Raja Ampat, Indonesien


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Eingestellt von AndiV.

Bilddetail


Steckbrief

lexID:
422 
AphiaID:
278536 
Wissenschaftlich:
Caesio cuning 
Umgangssprachlich:
Hochrücken-Füsilier 
Englisch:
Redbelly Yellowtail Fusilier 
Kategorie:
Füsiliere 
Stammbaum:
Animalia (Reich) > Chordata (Stamm) > Teleostei (Klasse) > Eupercaria incertae sedis (Ordnung) > Caesionidae (Familie) > Caesio (Gattung) > cuning (Art) 
Erstbestimmung:
(Bloch, ), 1791 
Vorkommen:
Andamanen und Nikobaren, Australien, Banggai-Inseln, Bangladesch, Brunei Darussalam, China, Hong Kong, Indien, Indischer Ozean, Indonesien, Indopazifik, Japan, Java, Kambodscha, Malaysia, Malediven, Mikronesien, Molukken, Myanmar (ehem. Birma), Neukaledonien, Ogasawara-Inseln, Palau, Papua, Papua-Neuguinea, Philippinen, Raja Ampat, Ryūkyū-Inseln, Salomon-Inseln, Salomonen, Singapur, Sri Lanka, Sumatra, Taiwan, Thailand, Timor-Leste (Ost-Timor), Timorsee, Togian-Inseln, Vanuatu, Vietnam, West-Pazifik 
Meereszone:
Subtidal (Sublitoral, Infralitoral), ständig von Wasser bedeckte flache (neritische) Schelfregion, unterhalb der Niedrigwasserlinie bis zur Schelfkante in durchschnittlich 200 Meter Tiefe 
Meerestiefe:
1 - 60 Meter 
Habitate:
Felsenriffe, Geschützte Riffe, Korallenriffe, Küstengewässer, Meerwasser, Riffverbunden, Schlammige, nicht verfestigte Böden 
Größe:
50 cm - 60 cm 
Temperatur:
23°C - 28°C 
Futter:
Invertebraten (Wirbellose), Karnivor (fleischfressend), Zooplankton (Tierisches Plankton) 
Aquarium:
~ 3000 Liter  
Schwierigkeitsgrad:
Nur für erfahrene Halter geeignet 
Nachzucht:
Nachzucht ist möglich 
Giftigkeit:
Vergiftungsgefahr unbekannt 
CITES:
Nicht ausgewertet 
Rote Liste:
LC Nicht bedroht 
Verwandte Arten im Catalogue of Life:
 
Author:
Publisher:
Meerwasser-Lexikon.de
Erstellt:
Zuletzt bearbeitet:
2026-10-21 13:51:48 

Nachzuchten

Die Nachzuchten von Caesio cuning sind möglich. Leider ist die Anzahl an Nachzuchten noch nicht groß genug, um die Nachfrage des Handels zu decken. Wenn Sie sich für Caesio cuning interessieren, fragen Sie dennoch Ihren Händler nach Nachzuchten. Sollten Sie Caesio cuning bereits besitzen, versuchen Sie sich doch selbst einmal an der Aufzucht. Sie helfen so die Verfügbarkeit von Nachzuchten im Handel zu verbessen und natürliche Bestände zu schonen.

Haltungsinformationen

Caesio cuning (Bloch, 1791)

Caesio cuning wurde erstmals 1791 von dem deutschen Zoologen Marcus Elieser Bloch unter dem Namen Sparus cuning wissenschaftlich beschrieben, wobei Indonesien als Typuslokalität angegeben wurde.

Beschreibung Caesio cuning: Hochrückig, Schuppenmitte heller als die Ränder; unteres Drittel weiß, bisweilen rosa überhaucht; keine auffälligen schwarzen Zeichnungen auf der Schwanzflosse.

Färbung: Oberkörper, sofern nicht gelb, gräulich-blau; untere Flankenteile und Bauch weiß oder rosa. Brust-, Bauch- und Afterflossen weiß bis rosa. Große gelbe Schwanzflosse. Rückenflosse hinten gelb und vorne gräulich-blau.

Unterscheidet sich von Caesio teres durch ein durchgehendes supratemporales Schuppenband über die Rückenmittellinie hinweg.

Häufig ist Caesio cuning in schlickigen Gebieten mit geringer Sichtweite in Tiefen von 1 bis 60 m anzutreffen. Er bewohnt Küstengebiete, meist in Fels- und Korallenriffen, bildet Schwärme im Freiwasser und ernährt sich von Zooplankton.

Caesio cuning durchläuft einen Wechsel der Ernährungsweise von einer Ernährung, die im Jugendstadium vorwiegend aus nicht-gelatinösem Zooplankton besteht, hin zu einer Nahrung, die im Erwachsenenstadium hauptsächlich aus gelatinösen Beuteorganismen zusammengesetzt ist. Dieser Übergang erfolgt etwa im Alter von rund einem Jahr und geht mit einer Änderung der Habitatnutzung einher, weg von überwiegend geschützten hin zu stärker exponierten Riffhabitaten.

Caesio cuning ernährt sich von Zooplankton, darunter Salpen, Dolioliden, Flügelschnecken (Pteropoda), Heteropoden und Pfeilwürmern (Chaetognatha).

Es handelt sich um eine ovipare Art, die eine große Anzahl kleiner, pelagischer Eier ablegt.

Wird in Sri Lanka vorwiegend mit der Handleine gefangen; in Westthailand und Malaysia meist in Fischfallen; im Golf von Thailand mit Schleppnetzen; in Indonesien, auf den Philippinen und in Papua-Neuguinea mit verschiedenen Methoden, darunter Treibnetze (zum Hineintreiben der Fische), Fischfallen und Kiemennetze.

Caesio cuning ist gemäß WoRMS Wirt zahlreicher Parasiten.

An sich sind Füsiliere keine geeigneten Aquarienfische. Sie werden zum einen sehr gross, meist um die 35 -40 cm, aber viel wichtiger ist, dass es sehr gute und weite Schwimmer sind. Sie sind pausenlos am schwimmen, weshalb das Becken gross genug sein muss, alles andere ist Tierquälerei. Von daher sollte man auf die Pflege in kleinen Becken - (unter 3000 Liter) den Tieren zu liebe, verzichten. Ab mehreren Tausend Liter kann man sich die Pflege überlegen, aber sein muss es nicht. Trotz alledem kommen immer wieder mal Arten in den Handel.

Füsiliere sind sehr transportempfindlich, aber wenn sie einmal eingewöhnt sind, gut haltbar. Die von uns beobachteten Tiere nahmen nach einer gewissen Zeit auch Artemien an und zeigen sich als gut haltbar. Sind in der Gruppe haltbar, bei wenigen Tieren aber, sind sie kaum in der Gruppe zu sehen.

Synonyme:
Caesio cunning (Bloch, 1791) · unaccepted (misspelling)
Caesio erythrochilurus Fowler, 1904 · unaccepted
Caesio erythrogaster Cuvier, 1830 · unaccepted
Cichla cuning (Bloch, 1791) · unaccepted
Sparus cuning Bloch, 1791 · unaccepted

Weiterführende Links

  1. First time breeding of Caesio cuning in NAUSICAA! (en). Abgerufen am 11.09.2020.
  2. FishBase (multi). Abgerufen am 07.08.2020.
  3. researchgate (en). Abgerufen am 07.08.2020.
  4. Wikipedia (en). Abgerufen am 30.09.2026.

Bilder

Schwarm

Caesio cuning; Indonesien, Raja Ampat
1

Allgemein

Copyright Piero Malaer, Foto, Raja Ampat, Indonesien
1
Copyright Dr. J. E. Randall, Lizard Island, Australien
1
Copyright Dr. Paddy Ryan
1
copyright Johnny Jensen, Dänemark
1
copyright Johnny Jensen, Dänemark
1
Copyright Prof. Dr. Robert A. Patzner
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Erfahrungsaustausch

am 30.09.26#2
fishbase gibt als Nahrung auch Zooplankton an. Ich habe den Eintrag geändert und überarbeitet. Vielen Dank für den Hinweis.
am 30.09.26#1
Die Empfehlung großen Frostfutters sehe ich nicht so. Die Tiere fressen als Juvenile vor allem abwechslungsreiches Zooplankton (Chaetognata, Copepoden und Appendicularien) und ändern mit 11- 12 cm ihre Ernährung hin zu gelatinösen Plankton (Cnidaria, Quallen, Rippenquallen, Tunicaten). Grund sind anatomische Veränderungen, u.a. bleibt das Maul relativ klein.

GAHAN, J. et al. Increasing body size unlocks gelatinous planktivory in a key coral reef fish species. Coral Reefs 45 (2026): 1963–1978. doi.org
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